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Staunässe ist einer der häufigsten Gründe für feuchte Keller und Gebäudeschäden. Eine fachgerecht verlegte Drainage leitet das Wasser gezielt vom Gebäude weg und schützt die Bausubstanz dauerhaft. In diesem Ratgeber erklären wir, welche Materialien Sie brauchen und wie der Aufbau funktioniert.

Warum ist eine Drainage wichtig?

Nicht jeder Boden kann Regenwasser schnell genug aufnehmen. Besonders bei lehmigen und tonigen Böden – wie sie in Teilen von Kassel und Nordhessen vorkommen – staut sich Wasser an der Hauswand und kann durch Kellerwände eindringen.

Eine Drainage sammelt das Sickerwasser und leitet es über Rohre kontrolliert ab – in einen Vorfluter, eine Versickerungsmulde oder den Kanal (Genehmigung beachten).

Benötigte Materialien

  • Drainrohr (DN 100 oder DN 150) – perforiertes Kunststoffrohr zum Sammeln des Wassers
  • Kies 16/32 – als Filterschicht rund um das Drainrohr
  • Filtervlies (Geotextil) – verhindert das Einschlämmen von Feinteilen in die Kiespackung
  • Kontrollschächte – an Richtungsänderungen zur Wartung und Spülung
  • Noppenbahn – als zusätzlicher Schutz an der Kellerwand

Aufbau Schritt für Schritt

1. Graben ausheben

Heben Sie entlang der Hauswand einen Graben aus – bis unter die Fundamentsohle. Breite: mindestens 50 cm. Das Drainrohr muss unterhalb der Kellerbodenplatte liegen.

2. Filtervlies auslegen

Kleiden Sie den Graben vollständig mit Filtervlies aus. Dieses verhindert, dass Feinteile aus dem umgebenden Erdreich die Kiesschicht zusetzen. Lassen Sie oben genügend Überlappung zum Einschlagen.

3. Kiesbett und Drainrohr

Füllen Sie ca. 10 cm Kies 16/32 auf den Grabenboden. Legen Sie darauf das Drainrohr mit einem Gefälle von mindestens 0,5 % (5 mm pro Meter). Füllen Sie den Graben dann mit Kies auf, bis das Rohr allseitig mindestens 10 cm mit Kies umgeben ist.

4. Vlies einschlagen und verfüllen

Schlagen Sie das Filtervlies oben über die Kiespackung ein, damit keine Erde eindringen kann. Verfüllen Sie den restlichen Graben mit dem Aushub und verdichten Sie vorsichtig.

5. Kontrollschächte setzen

An jeder Richtungsänderung und mindestens alle 50 m setzen Sie einen Kontrollschacht. Über diesen können Sie die Drainage später spülen und warten.

Wichtige Tipps

  • Verwenden Sie nur gewaschenen Kies – verschmutzter Kies verstopft schneller
  • Das Drainrohr darf nie ohne Gefälle verlegt werden – sonst steht das Wasser im Rohr
  • Lassen Sie die Drainage nicht in den Kanal münden, ohne vorher bei der Stadt Kassel nachzufragen
  • Planen Sie einen Revisionsschacht ein – die Drainage muss regelmäßig gespült werden
  • Kombinieren Sie die Drainage mit einer Abdichtung der Kellerwand (Bitumen oder Noppenbahn)

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📝 Blog-Artikel: Drainage am Haus & im Garten richtig anlegen

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