Big Bag oder lose geliefert?
Die letzte Frage vor der Bestellung. Sie entscheidet über Preis, Fahrzeug und darüber, wo das Material am Ende liegt.
Kurz gesagt: Lose ist günstiger, der Big Bag ist genauer. Der eigentliche Grund für den Big Bag ist nicht die Verpackung, sondern der Kran, der ihn dorthin setzt, wo der Kipper nicht hinkommt.
Dasselbe Material, zwei Lieferformen, zwei völlig verschiedene Baustellen. Lose gekippt ist günstiger und in Minuten entladen. Im Big Bag kommt es dorthin, wo der Kipper nicht hinkommt, und es liegt sauber. Die Entscheidung hängt an drei Dingen: Menge, Zufahrt und Untergrund.
Lose geliefert
Der Dreiseitenkipper fährt rückwärts an die Stelle und kippt. Das dauert Minuten und ist pro Tonne die günstigste Variante, weil weder Verpackung noch Kranarbeit bezahlt werden. Sie brauchen dafür zwei Dinge: eine Kippstelle, die der Lkw erreicht, und eine, die frei ist. Ein Haufen Schotter liegt genau da, wo er hingefallen ist, alles Weitere ist Schubkarrenarbeit.
Denken Sie an den Untergrund. Auf frisch verlegtem Pflaster oder im Rasen hinterlässt ein Kubikmeter Splitt Spuren, die bleiben. Wo das ein Thema ist, hilft eine Lage Bautenschutzmatte oder Vlies unter dem Haufen, oder eben der Big Bag. Der Fahrer kippt an der abgesprochenen Stelle, fährt aber nicht über Flächen, die das nicht tragen.
Lose lohnt ab etwa zwei bis drei Kubikmetern, bei befestigter Zufahrt und wenn das Material ohnehin verteilt werden muss. Geliefert wird ab 1 Tonne, bis 15 Tonnen mit dem Kipper und bis 25 Tonnen mit dem Sattelzug.
Im Big Bag
Big Bags fassen bei uns 0,5 bis 1,5 Tonnen. Das Kranfahrzeug setzt sie genau dorthin, wo Sie sie brauchen, auch über einen Zaun, über eine fertige Terrasse oder in den Vorgarten. Das ist der eigentliche Grund für den Big Bag: nicht die Verpackung, sondern der Kran.
Er lohnt sich, wenn keine Kippstelle frei ist, wenn das Material auf einer fertigen Fläche stehen soll, ohne sie zu verschmutzen, wenn Sie in Etappen arbeiten und der Rest ordentlich stehen bleiben soll, oder wenn mehrere Körnungen getrennt bleiben müssen. Für den Kran brauchen wir einen festen Standplatz für die Stützen und freie Sicht auf die Absetzstelle. Je weiter der Arm ausfährt, desto weniger darf er heben, deshalb ist die Frage vorab immer: wie weit ist es von der Straße bis zur Stelle?
Was ein Big Bag wiegt
Ein Big Bag mit einem Kubikmeter Inhalt wiegt so viel wie das Material darin. Das begrenzt, wie viele auf eine Fuhre passen, denn das Kranfahrzeug trägt bis 12 Tonnen.
| Material | Schüttdichte | 1 m³ Big Bag wiegt | Big Bags pro Kranfuhre |
|---|---|---|---|
| Sand | 1,5 t/m³ | 1.500 kg | 8 |
| Kies | 1,5 t/m³ | 1.500 kg | 8 |
| Splitt | 1,5 t/m³ | 1.500 kg | 8 |
| Schotter | 1,7 t/m³ | 1.700 kg | 7 |
| Zierkies | 1,5 t/m³ | 1.500 kg | 8 |
| Mutterboden | 1,3 t/m³ | 1.300 kg | 9 |
| Recycling-Schotter | 1,6 t/m³ | 1.600 kg | 7 |
| Rindenmulch | 0,25 t/m³ | 250 kg | 12 und mehr, hier begrenzt das Volumen |
Rechnen Sie mit rund anderthalb Tonnen pro vollem Kubikmeter-Big-Bag. Wer zehn Kubikmeter Schotter im Big Bag bestellt, bestellt damit sechs bis sieben Säcke und eine gut ausgelastete Kranfuhre. Lose passt dieselbe Menge auf einen einzigen Kipper.
Ein Beispiel mit Zahlen
Sechs Kubikmeter Schotter für eine Einfahrt sind 10,2 Tonnen. Lose ist das eine Kipperfuhre, in fünf Minuten abgekippt, und Sie schieben den Haufen von der Einfahrt aus in die Fläche. Im Big Bag sind es sechs Säcke, ebenfalls eine Fuhre, aber mit Aufpreis für Sack und Kranarbeit, dafür stehen sie verteilt genau dort, wo gearbeitet wird. Ist die Einfahrt bereits gepflastert und soll sauber bleiben, ist dieser Aufpreis günstiger als eine Reinigung. Ist sie noch Erdreich, ist er es nicht. Den konkreten Aufpreis nennen wir Ihnen im Angebot.
Die kurze Entscheidungshilfe
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Mehr als 3 m³, Lkw kommt an die Stelle | lose |
| Material soll auf fertigem Pflaster stehen | Big Bag |
| Hinterhof, Reihenhaus, keine freie Kippstelle | Big Bag |
| Arbeit zieht sich über Wochen | Big Bag |
| Mehrere Körnungen getrennt | Big Bag |
| Stelle nur über den Zaun erreichbar | Big Bag, Kranfahrzeug |
| Unter 1 Tonne | selbst abholen |
| Über 15 Tonnen in einer Fuhre | lose, Sattelzug |
Was mit dem leeren Sack passiert
Der Big Bag bleibt bei Ihnen. Solange die Hebeschlaufen unbeschädigt sind, lässt er sich mehrfach verwenden, danach eignet er sich zum Sammeln von Bauschutt oder Grünschnitt. Zum Heben sollten Sie einen Sack nur nutzen, wenn die Schlaufen weder ausgebleicht noch eingerissen sind: UV-Licht macht das Gewebe über eine Saison spröde.
Wie viel brauchen Sie?
Fläche mal Schichtdicke mal Schüttdichte ergibt die Tonnage. Der Materialrechner nimmt Ihnen das ab, der Unterbau-Assistent sagt Ihnen, welche Schichten der Aufbau braucht, und der Ratgeber zur Mengenberechnung erklärt die Formel. Was die Fuhre an Ihre Adresse kostet, schätzt der Lieferkosten-Schätzer.
Gilt das überall im Liefergebiet?
Ja. Kipper, Kranfahrzeug und Sattelzug fahren im gesamten Liefergebiet, von Kassel über Baunatal und Melsungen bis Wolfhagen. Nur die Anfahrt unterscheidet sich, nicht die Fahrzeugwahl. Wer selbst abholen will, findet die Anhänger-Grenzen auf der Seite zur Selbstabholung.
Häufige Fragen zu Big Bag und loser Lieferung
Unsere Big Bags fassen 0,5 bis 1,5 Tonnen. Ein voller Kubikmeter-Big-Bag wiegt so viel wie das Material darin: Sand und Kies rund 1.500 Kilo, Schotter rund 1.700, Mutterboden rund 1.300. Rechnen Sie mit etwa anderthalb Tonnen pro vollem Kubikmeter.
Lose ist pro Tonne günstiger, weil weder Sack noch Kranarbeit bezahlt werden. Der Big Bag lohnt trotzdem, wenn keine Kippstelle frei ist, wenn das Material auf einer fertigen Fläche stehen soll oder wenn Sie in Etappen arbeiten. Ab etwa drei Kubikmetern mit freier Zufahrt ist lose fast immer die richtige Wahl.
Ja, dafür ist das Kranfahrzeug da. Es hebt Big Bags und Paletten über Zäune, Hecken und fertige Flächen bis an die Verbaustelle. Der Kran braucht dafür einen festen Standplatz für seine Stützen und freie Sicht auf die Absetzstelle. Sagen Sie uns die Situation vorab, dann planen wir das passende Fahrzeug ein.
Beim Kippen so nah wie möglich, der Kipper lädt direkt hinter sich ab. Beim Kran hängt es von der Auslage ab: je weiter der Arm ausfährt, desto weniger darf er heben. Eine Straße oder Einfahrt in Reichweite reicht meistens, ein Innenhof hinter dem Haus oft nicht.
Ab etwa zwei bis drei Kubikmetern, sofern der Lkw an eine freie Kippstelle kommt und das Material ohnehin verteilt werden muss. Darunter oder bei beengten Verhältnissen ist der Big Bag praktischer, unter einer Tonne meist die Selbstabholung.
Der Sack bleibt bei Ihnen. Big Bags lassen sich mehrfach verwenden, solange die Hebeschlaufen unbeschädigt sind, und eignen sich danach gut zum Sammeln von Bauschutt oder Grünschnitt. Nutzen Sie einen Sack nie zum Heben, wenn die Schlaufen ausgebleicht oder eingerissen sind.
Weitgehend. Big Bags sind nicht wasserdicht, aber sie halten das Material zusammen und vom Boden fern. Wer über Wochen arbeitet, deckt den offenen Sack mit einer Plane ab, dann bleibt Sand oder Splitt verarbeitbar.
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Selbst abholen am Lager
Öffnungszeiten und wie viel Schüttgut wirklich auf einen Anhänger passt.
FuhrparkUnsere Fahrzeuge
Kipper, Kranfahrzeug und Sattelzug mit Zuladung und Einsatzbereich.
ToolLieferkosten-Schätzer
PLZ und Menge eingeben, Entfernung, Fahrzeug und Kostenrahmen in einer Minute.
ProduktSchotter und Splitt
Körnungen, Einsatzbereiche und Preise pro Tonne.
Sagen Sie uns die Situation, wir wählen das Fahrzeug
Material, Menge, Lieferort und ob der Lkw an die Stelle kommt. Den Rest planen wir.